Chronik

TerraMystica-Historisches_1200b

Kleine Chronik des Bergbaues

800 v. Chr.:
Im Gräberfeld von Frög bei Rosegg werden die Toten bereits mit Bleifiguren bestattet.

200 v. Chr.:
Röhren, Klammern und Gewichte aus Kärntner Blei werden auf dem Magdalensberg verwendet.
„Pleyberg bey Villach“ wird urkundlich erwähnt.
Der Bleiberger Bergbau erlebt seine erste Blüte. Die Fugger aus Augsburg erwerben Gruben in Bleiberg und errichten eine
Seigerhütte in Gailitz.

1717:
Knappen aus Bleiberg werden für ihre Verdienste im Kampf gegen die Türken von Prinz Eugen mit der Knappenfahne ausgezeichnet.

1867:
Die Bleiberger Bergwerksunion (BBU) wird gegründet.

1872:
Die ersten Versuche mit dem neuen Sprengstoff Dynamit laufen an.

1876:
Die Gruben in Bleiberg und Kreuth werden miteinander verbunden.
18 Jahre später sorgt der neue Franz-Josef-Einbaustollen für gute Konjunktur.

1902:
Durch einen Firmenankauf ist der gesamte Kärntner Bleibergbau und die Blei-Industrie fest in Händen der BBU.

1931:
Der Bergbau Bleiberg und die Gailitzer Betriebe werden wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten stilllgelegt, aber schon im Jahr darauf wieder aktiviert.

1945:
Abermals Stillstand – diesmal wegen der Auswirkung des Zweiten Weltkrieges.

1951:
Thermalwassereinbruch in der Grube Rudolf. Diese Quelle ermöglicht der Gemeinde, in zwei Baustufen das Thermalbad zu errichten.

1955:
Die BBU produziert das erste österreichische Elektrolytzink.
Auch in den darauffolgenden Jahren gelingen der BBU bahnbrechende Entwicklungen.
Germaniumkonzentrat wird hergestellt, die Superphosphatfabrik nimmt den Betrieb auf.
Mit PVC – Stabilisatoren hilft die BBU der Kunststoffindustrie auf die Sprünge.

1966:
Die neue Hauptschachtförderung „Antoni“ wird in Betrieb genommen.

1968:
Der Abbau wird ausgeweitet. Bis 1971 modernisiert der Bergbau Anlagen und Geräte. Die Produktion von Feinzinklegierungen beginnt.

1971:
Erstmals versorgt sich die Zinkhütte ausschließlich mit eigenen Erzkonzentraten.

1986:
Die Talfahrt der Blei- und Zinkpreise zeigt Folgen: Dem Bergbau in Bleiberg droht das „Aus“.

1987:
Die Ostreviere werden geschlossen. Das Konzept „Bleiberg Neu“ soll frischen Wind bringen.

1988:
Die BBU wird neu umstrukturiert. Die Bereiche Metalle, Chemie, Industrietechnik und Rohstoffe agieren selbstständig.
Die BBT – Tourismus Ges.m.b.H. wird in Zusammenarbeit mit der Region Dreiländereck gegründet.

1989:
Reorganisiert und gestrafft arbeitet der Blei- und Zinkbergbau weiter. Neue, umweltschonende Verfahren werden eingesetzt. Im technischen Bereich nimmt der Bergbau eine internationale Spitzenstellung ein und man rechnet mit einer mindestens 10jährigen Dauer des Fortbestandes. „Terra Mystica“ am Rudolfschacht eröffnet am 15. August.

1993 (1.Okt.):
Auf Grund sinkender Rohstoffpreise, gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen nach dem Fall des eisernen Vorhangs, sowie teilweiser Auserzung – Einstellung der Erzförderung und Stillegung des Bergbaus.
Die BBU AG geht in Liquidation.

1994 (1.Nov.):
Wegen Einstellung des aktiven Bergbaues kann auch die „Terra Mystica“ am Rudolfschacht nicht mehr betrieben werden.
Es folgte der Beschluss im Gemeinderat von Bad Bleiberg, die „Terra Mystica“ in den 2,5 km westwärts gelegenen Antonischacht zu verlegen.
Übertragung der Nutzungsrechte der Stollen von der BBU i.L. an die gemeindeeigene BBK – Bad Bleiberger Kommunalbetriebsges.m.b.H. mit finanzieller Hilfe des Landes Kärnten sowie der Republik Österreich.
Neuerrichtung von „Terra Mystica – Die Wunderwelt im Berg“ am Antonischacht unter Einschluss des Felsspielhauses „Perschazeche“.

1995: Eröffnung am 28. Juli
Verpachtung des neuerrichteten Erlebniskomplexes an die private TMB Terra Mystica Betriebsges.m.b.H.& Co KG.

2002:
Baubeginn des Schaubergwerkes Terra Montana im Bereich des Max-Schacht durch die Terra Mystica.

2005:
Fertigstellung und feierliche Eröffnung am 29. April 2005